Über das Werk
Wokey Wokey ist eine satirische Komödie von Nora Abdel-Maksoud, die sie als Auftragswerk für die Münchner Kammerspiele schrieb und dort auch selbst inszenierte. Die Uraufführung fand am 27. März 2026 im Schauspielhaus der Kammerspiele statt. Nach „Jeeps“ (2021) und „Doping“ (2024) ist es ihr drittes Stück für dieses Haus und bildet den Abschluss dieser satirischen Trilogie.
Handlung
Das Stück blickt hinter die Kulissen eines Filmdrehs: Die Regisseurin Gordon will George Orwells „1984“ als Musicalfilm mit glücklichem Ende für Winston und Julia herausbringen und damit gezielt die Stimmung gegen vermeintliche Wokeness bedienen. In einer Halle in Brandenburg geraten ein gecancelter Schauspieler, eine alternde Filmdiva und zwei Aktivist:innen immer heftiger aneinander. Während die Konflikte eskalieren und verdeckte Radikalisierungen zutage treten, zerfällt das Filmprojekt Szene für Szene.
Kulturelle Bedeutung
Mit schnellen Szenenwechseln, überzeichneten Figuren und filmischen Mitteln wie Split Screen und Standbild seziert die Farce die aktuellen Kulturkämpfe und fragt, wie weit die politische Mitte gegen Diskriminierung und rechte Hetze einsteht, wenn eigene Privilegien berührt sind. Die Kritik lobte Tempo, Pointendichte und Ensemble und sah Abdel-Maksoud als Meisterin des Diskurstheaters, empfand manche Passagen aber auch als verwirrend.