Winterreise
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Winterreise

Christian Spuck
Ballett · 2018

Über das Werk

Winterreise ist ein Ballett von Christian Spuck zur Musik von Hans Zender – dessen „komponierter Interpretation" von Franz Schuberts gleichnamigem Liederzyklus (1827) auf Gedichte von Wilhelm Müller. Die Uraufführung fand im Oktober 2018 beim Ballett Zürich statt und wurde 2019 mit dem Prix Benois de la Danse ausgezeichnet; 2025 nahm Spuck das Werk ins Repertoire des Staatsballetts Berlin auf, dessen Intendant er seit 2023 ist.

Handlung

Wie schon Zender geht es auch Spuck weniger darum, die äußeren Stationen des einsamen Wanderers nachzuerzählen, als sich in ausgreifender Abstraktion mit der inneren Stimmung des Zyklus auseinanderzusetzen. In einem Wechsel von großen Ensembleszenen und intimen Soli ergründet das Stück zeitlose Themen wie Liebe, Sehnsucht, Entfremdung und Verlassenheit. Kälte und Einsamkeit, Melancholie und die Begegnung mit dem eigenen „Ich" werden in symbolstarken, von schwarzer Romantik geprägten Bildern fassbar; ein Tenor singt die Lieder live auf der Bühne.

Kulturelle Bedeutung

Spucks Winterreise erlangte internationale Anerkennung und gilt als eines seiner bedeutendsten Werke. Die Auszeichnung mit dem Prix Benois de la Danse unterstrich ihren Rang. Indem sie Schuberts romantisches Meisterwerk in der modernen Brechung Zenders auf die Tanzbühne überträgt, verbindet die Choreografie die Tiefe des deutschen Kunstlieds mit den Ausdrucksmitteln des zeitgenössischen Balletts.

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