Winterballade
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Winterballade

Gerhart Hauptmann
Theater · 1917
Tragödie

Über das Werk

Gerhart Hauptmann verfasste diese in Blankversen geschriebene Tragödie in sieben Szenen in der ersten Hälfte des Jahres 1916, nach Motiven einer Erzählung Selma Lagerlöfs. Die Uraufführung leitete Max Reinhardt am 17. Oktober 1917 im Deutschen Theater Berlin, mit Helene Thimig als Elsalil und Paul Wegener als Archie.

Handlung

Im Schweden des 16. Jahrhunderts überfallen drei schottische Söldner unter Archie das Pfarrhaus von Solberga und töten die Familie, um deren Schatz zu rauben. Später hält Archie im Wahn die überlebende Elsalil für sein totes Opfer und verstrickt sich in eine zunehmend zerstörerische Beziehung zu ihr; als sie ihn als Mörder erkennt, tötet er sie und geht selbst im Duell mit dem Sohn des ermordeten Pfarrers unter.

Kulturelle Bedeutung

Die zeitgenössische Kritik reagierte verhalten, Siegfried Jacobsohn etwa nannte das Stück „schwächlich". Bis heute zählt die Winterballade zu Hauptmanns seltener gespielten Werken, obwohl das Thema des traumatisierten, gewalttätigen Kriegsheimkehrers – wie eine Wiederaufnahme in Zittau in Erinnerung rief – seine Aktualität nicht verloren hat.

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