Über das Werk
Wenn nicht jene, dann eben diese ist eine Operette in vier Akten des aserbaidschanischen Komponisten Üzeyir Hacıbəyov, seine zweite Arbeit in diesem Genre nach Ehemann und Ehefrau. Er komponierte das Werk 1910 und leitete bei der Uraufführung am 25. April 1911 im Theater der Gebrüder Mailov in Baku, dem heutigen Aserbaidschanischen Staatlichen Opern- und Balletttheater, selbst das Orchester.
Handlung
Die verarmte Adlige Gulnaz soll den wohlhabenden Kaufmann Mashadi Ibad heiraten, liebt aber den Studenten Sarvar. Über Intrigen und Verwicklungen, bis hin zu einer Bedrohung durch eine Gaunerbande und einer Täuschung im Hamam, setzen sich die beiden schließlich durch. Mashadi Ibad heiratet am Ende die Dienerin Senem, ganz im Sinne des Operettentitels: „Wenn nicht jene, dann eben diese".
Kulturelle Bedeutung
Neben Ehemann und Ehefrau und Arschin mal alan zählt das Werk zu den aserbaidschanischen Klassikern des Genres und persifliert die vorrevolutionäre Gesellschaft, insbesondere soziale Vorurteile und die eingeschränkte Stellung der Frauen. Hacıbəyov verwob traditionelle Mugam-Musik mit Versen des Dichters Fuzûlî; der Stoff wurde 1918/19 und 1956 verfilmt und unter anderem in der Türkei, in Bulgarien und im Iran auf die Bühne gebracht.