Über das Werk
Wenn ich König wär’ (Si j’étais roi) ist eine Opéra comique in drei Akten von Adolphe Adam nach einem Libretto von Adolphe d’Ennery und Jules-Henri Brésil. Sie wurde am 4. September 1852 am Théâtre-Lyrique in Paris uraufgeführt, mit doppelter Besetzung für aufeinanderfolgende Abende, und erreichte in den ersten zehn Jahren über 170 Aufführungen. Im deutschsprachigen Raum wurde sie erstmals 1904 in Breslau gespielt, gelegentlich auch unter dem Titel König für einen Tag.
Handlung
Im Küstenreich Goa um 1520 lebt der Fischer Zéphoris zurückgezogen, tatsächlich aber ist er ein einst vertriebener König. Er liebt die junge Néméa, die er Jahre zuvor vor dem Ertrinken gerettet hat, ohne ihre Herkunft zu kennen. Über Verwechslungen und eine List um seine wahre Identität führt die Handlung zur Versöhnung: Zéphoris gewinnt Néméa und seinen Thron zurück.
Kulturelle Bedeutung
Von vielen Kennern als Adams musikalisch reifste Partitur eingeschätzt, gilt Wenn ich König wär’ als Rarität, die seit den 2000er-Jahren an einzelnen deutschen Häusern wiederentdeckt wird, etwa 2023/24 durch das Theater für Niedersachsen in Hildesheim.