Weder Lorbeerbaum noch Bettelstab
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Weder Lorbeerbaum noch Bettelstab

Johann Nestroy
Theater · 1835
Komödie

Über das Werk

Parodierende Posse mit Gesang in drei Akten von Johann Nestroy, uraufgeführt am 13. Februar 1835 im Theater an der Wien mit Nestroy selbst in der Hauptrolle des Dichters Leicht. Das Stück reagiert auf Karl von Holteis Rührstück „Lorbeerbaum und Bettelstab“, das kurz zuvor, im November 1834, am Theater in der Josefstadt begeistert aufgenommen worden war; die Musik schrieb Adolf Müller senior.

Handlung

Der mittellose Dichter Leicht verkauft zwei seiner Stücke für ein paar Gulden und verliebt sich hoffnungslos in Agnes, die Verlobte des soliden Blasius. Beim Billardspiel verspielt er das gewonnene Geld; nach Agnes' Hochzeit verschwindet er aus dem Leben der Familie. Zwanzig Jahre später trifft man ihn als zufriedenen Straßenmusikanten wieder: Sein einst verlachtes Stück ist inzwischen hundertmal gespielt worden, doch Leicht lehnt es ab, in das bürgerliche Leben zurückzukehren, da er, wie er sagt, nie nach Lorbeer getrachtet habe.

Kulturelle Bedeutung

Nestroy hielt dem Wiener Publikum mit der Parodie auf Holteis Erfolgsstück dessen eigenen Kunstgeschmack vor – und wurde dafür bestraft: Die Uraufführung floppte, nur neun Vorstellungen kamen zustande, weil sich die Zuschauer in der Satire wiedererkannten und sie ihnen zu nahe ging.

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