Über das Werk
Antonín Dvořák komponierte die fünfaktige Oper zwischen August und Dezember 1875 nach einem Libretto von Václav Beneš Šumavský und František Zákrejs, die eine polnische Vorlage des Warschauer Professors Julian Surzycki bearbeiteten. Adolf Čech leitete die Uraufführung am 17. April 1876 am Prager Interimstheater.
Handlung
Die polnische Fürstin Wanda erbt den Thron ihres Vaters und wählt statt des deutschen Prinzen Roderich den Ritter Slavoj zum Gemahl. Als Roderich daraufhin mit einem Heer einfällt, gelobt Wanda den Göttern ihr Leben für den Sieg über die Invasoren; nach dem errungenen Sieg löst sie ihr Gelübde ein und ertränkt sich in der Weichsel.
Kulturelle Bedeutung
Die vom Panslawismus der 1870er Jahre geprägte Uraufführung wurde freundlich aufgenommen, doch das als schwach geltende Libretto verhinderte weitere Aufführungen zu Dvořáks Lebzeiten. Erst der Dirigent Gerd Albrecht brachte das Werk ab 1999 mit einer Einspielung und Aufführungen wieder auf die Bühne.