Über das Werk
Wallensteins Tod bildet den dritten und letzten Teil der Wallenstein-Trilogie, mit der Friedrich Schiller 1799 sein wohl bedeutendstes Drama vollendete. Die Uraufführung fand am 20. April 1799 am Weimarer Hoftheater unter Goethes Regie statt; wie die gesamte Trilogie spielt das Stück im Winter 1633/34 während des Dreißigjährigen Kriegs in Böhmen.
Handlung
Nachdem Octavio Piccolominis Spionage Erfolg hatte, wenden sich Wallensteins Offiziere von ihm ab. Sein junger Vertrauter Max fällt im Kampf, während Wallenstein, seiner Armee beraubt, sich nach Eger zurückzieht. Dort wird er von seinem eigenen Offizier Buttler ermordet, dem er blind vertraut hatte. Thekla, Max' Geliebte, bricht auf, um sich an dessen Grab mit ihm im Tod zu vereinen.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück gilt als Höhepunkt der Trilogie und als eines der bedeutendsten Werke der deutschen Klassik: Es verhandelt den notwendigen Untergang eines großen Einzelnen, der sich in Fehleinschätzungen verstrickt, und stellt der historischen Figur eine erfundene private Tragödie gegenüber. Wallensteins Ermordung durch den ihm treu scheinenden Offizier gilt als Musterbeispiel tragischer Ironie.