VOX HUMANA
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VOX HUMANA

Roman Grygoriv
Musical · 2026

Über das Werk

VOX HUMANA. Ein Singspiel ist ein zeitgenössisches Musiktheaterprojekt, das im September 2026 die Spielzeit der Neuköllner Oper eröffnete. Es entstand mit dem Ensemble Opera Aperta, einer Gruppe ukrainischer Künstlerinnen und Künstler, die unter der Bedrohung des russischen Angriffskriegs leben und arbeiten. Für Komposition und musikalische Leitung zeichnet Roman Grygoriv verantwortlich, für Text, Theorie und Raum Illia Razumeiko. Das Stück changiert bewusst zwischen einem Workshop für erweiterte Klangtechniken, einem Techno-Ritual, einem Vortrag über Performance-Theorie und postdokumentarischem Theater.

Handlung

Ausgangspunkt ist die Frage, was sich mit der menschlichen Stimme alles anfangen lässt: singen, sprechen, beten, heilen, protestieren. In einer überspitzten Rahmenerzählung beschließen die ukrainischen Künstlerinnen, Deutschland aus Dank für seine politische und militärische Unterstützung das Beste zu schenken, was sie haben – ihre Stimmen – und das Land mit einem radikalen politischen Hyperpop-Projekt auf den Sieg beim Eurovision Song Contest 2027 vorzubereiten. Zwischen Ironie, Trauer und Wut lotet der Abend aus, was Stimme, Gemeinschaft und Kunst inmitten von Krieg bedeuten.

Kulturelle Bedeutung

VOX HUMANA verbindet dokumentarische Dringlichkeit mit experimenteller Musiktheaterform und gibt ukrainischen Künstlerinnen und Künstlern mitten im Krieg eine Bühne. Die Arbeit steht für eine politisierte, grenzüberschreitende Gegenwartsoper, die die Gattungsgrenzen zwischen Oper, Performance, Vortrag und Clubkultur bewusst auflöst. Als Spielzeiteröffnung der Neuköllner Oper unterstreicht sie deren Profil als Haus für zeitgenössisches, gesellschaftlich engagiertes Musiktheater.

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