Über das Werk
Kammeroper in einem Akt von Arnold Schönberg, uraufgeführt am 1. Februar 1930 an der Oper Frankfurt unter der Leitung von William Steinberg. Das Libretto schrieb seine Frau Gertrud Schönberg unter dem Pseudonym Max Blonda. Es ist die erste vollständig in Zwölftontechnik komponierte Oper.
Handlung
Ein Ehepaar kehrt spätabends von einer Gesellschaft heim, jeder fasziniert von einer dort getroffenen Person. Aus Eifersucht und Langeweile inszenieren beide ein Spiel wechselnder Rollen – die Frau verwandelt sich äußerlich in eine mondäne Verführerin, der Mann liebäugelt mit Abwechslung. Als Freundin und Sänger am nächsten Morgen erscheinen, entscheidet sich das Paar bewusst für seine Ehe und erkennt, dass Liebe sich nicht wie Mode von einem Tag auf den anderen ändert.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung löste einen handfesten Theaterskandal aus; das Werk verschwand während der NS-Zeit von den Bühnen. Als heiter-ironischer Gegenentwurf zu Schönbergs expressionistischen Vorgängerwerken gilt es als Beitrag zur Neuen Sachlichkeit, vergleichbar mit Kreneks "Jonny spielt auf" oder Weills "Dreigroschenoper".