Über das Werk
Verbrennungen ist ein Theaterstück des libanesisch-kanadischen Autors Wajdi Mouawad, im französischen Original "Incendies" (2003). Es bildet den zweiten Teil seiner vierteiligen Reihe "Le Sang des promesses" und wurde am 14. März 2003 am Théâtre Hexagone in Meylan uraufgeführt. Für die Figur der Nawal griff Mouawad auf Motive aus dem Leben der libanesischen Widerstandskämpferin Souha Bechara zurück.
Handlung
Nach dem Tod ihrer Mutter Nawal erhalten die Zwillinge Jeanne und Simon deren Testament, das sie auf die Suche nach ihrem unbekannten Vater und einem verschwundenen Bruder schickt. In Rückblenden erschließt sich Nawals Vergangenheit während eines Bürgerkriegs: ihre Trennung von einem Kind, ihre Gefangenschaft und die Gewalt, die sie erlitten hat. Am Ende der Suche steht die Erkenntnis, dass Vater und verschwundener Bruder ein und dieselbe Person sind.
Kulturelle Bedeutung
Als Teil der Tetralogie "Le Sang des promesses" steht das Stück für das Element Feuer und gehört zu den meistgespielten Werken des zeitgenössischen frankophonen Theaters. Die 2010 von Denis Villeneuve gedrehte Verfilmung wurde für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert.
