Über das Werk
Maskenspiel für den Hof Karls II. in einem Prolog und drei Akten von John Blow, oft als früheste vollständig überlieferte englische Oper bezeichnet und Vorbild für Henry Purcells „Dido and Aeneas“. Die undatierte Partitur nennt das Werk eine „Masque for the entertainment of the King“; die erste bezeugte Aufführung fällt vermutlich in das Jahr 1683 am Hof in London.
Handlung
Nach Ovids „Metamorphosen“ verbringen die Liebenden Venus und Adonis eine Szene voller Vorahnung, ehe Adonis trotz Venus' Warnung zur Jagd aufbricht. Ein Eber verwundet ihn tödlich, und die Oper endet mit Venus' Klage über den toten Geliebten.
Kulturelle Bedeutung
Bei der Uraufführung sangen und tanzten Mitglieder des Hofs die Rollen selbst: Moll Davies, Mätresse Karls II., sang die Venus, ihre neunjährige Tochter Lady Mary Tudor den Cupido. Das kammermusikalisch knappe Werk gilt musikhistorisch als Bindeglied zwischen höfischem Maskenspiel und durchkomponierter Oper.