Über das Werk
Vanessa ist eine Oper in drei Akten (ursprünglich vier) von Samuel Barber nach einem Libretto von Gian Carlo Menotti. Barber schrieb die Musik 1956/57; die Uraufführung fand am 15. Januar 1958 an der Metropolitan Opera in New York unter der musikalischen Leitung von Dimitri Mitropoulos statt, mit Eleanor Steber in der Titelpartie.
Handlung
Um 1905 wartet die alternde Vanessa seit Jahren in einem einsamen nordischen Landhaus auf die Rückkehr ihres früheren Geliebten Anatol. Statt seiner trifft dessen gleichnamiger Sohn ein, der zunächst Vanessas Nichte Erika näherkommt, sich dann aber mit Vanessa selbst verlobt. Nachdem Erika eine Fehlgeburt erlitten hat, verlassen Vanessa und der junge Anatol gemeinsam das Haus, während Erika resigniert zurückbleibt.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung wurde als Durchbruch für die amerikanische Oper gefeiert und brachte Barber 1958 den ersten seiner beiden Pulitzer-Preise für Musik ein; im selben Jahr war Vanessa die erste amerikanische Oper, die bei den Salzburger Festspielen gezeigt wurde. Nach anfänglichem Erfolg geriet das Werk zeitweise in den Hintergrund, ehe spätere Wiederaufnahmen seine psychologische Tiefe neu erschlossen.