Uthal
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Uthal

Étienne-Nicolas Méhul
Oper · 1806

Über das Werk

Uthal ist eine einaktige Opéra comique von Étienne-Nicolas Méhul nach einem Libretto von Jacques-Benjamin-Maximilien Bins de Saint-Victor, das auf den Ossian-Dichtungen James Macphersons beruht. Die Uraufführung fand am 17. Mai 1806 an der Opéra-Comique in Paris statt.

Handlung

Uthal hat sich widerrechtlich der Ländereien seines Schwiegervaters Larmor bemächtigt; dieser bittet über den Barden Ullin den Heerführer Fingal um Hilfe. Uthals Frau Malvina steht zwischen Gatte und Vater und kann den Kampf nicht verhindern. Als Uthal die Schlacht verliert und verbannt werden soll, folgt ihm Malvina in die Verbannung — worauf er seine Schuld einsieht und sich mit Larmor versöhnt.

Kulturelle Bedeutung

Um dem Stoff eine düstere „schottische” Klangfarbe zu geben, verzichtete Méhul auf Violinen und ersetzte sie durch eine vergrößerte, zweigeteilte Bratschengruppe. Die Neuerung war umstritten: Grétry soll gespottet haben, er gäbe einen Louis, um wieder eine hohe Saite zu hören. Das als Achtungserfolg gefeierte, aber nur kurz gespielte Werk gilt heute als bemerkenswertes Klangexperiment zwischen Gluck und Berlioz.

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