Über das Werk
Farsa in einem Akt von Gaetano Donizetti nach einem Libretto von Bartolomeo Merelli, das auf August von Kotzebues Schauspiel „Der Graf von Burgund“ beruht – demselben Stoff, den Donizetti nur einen Monat zuvor bereits für seine Oper „Enrico di Borgogna“ vertont hatte, allerdings mit vollständig neuer Musik. Der venezianische Impresario Paolo Zancla hatte das Werk nach dem Erfolg von „Enrico di Borgogna“ kurzfristig in Auftrag gegeben.
Handlung
Enrico liebt Elisa, doch der tyrannische Herrscher Guido stellt sich der Verbindung entgegen. Erst nach mehreren Verwicklungen stellt sich heraus, dass Enrico der als Kind versteckte rechtmäßige Thronerbe ist; er und Elisa finden zueinander, während Guido gefangen genommen und verbannt wird.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung im Dezember 1818 im Teatro San Luca in Venedig blieb die einzige Aufführung des Werks; eine zeitgenössische Kritik bemängelte, die Gesangspartien seien dem Zeitdruck der Komposition geschuldet unauffällig geblieben. Die vollständige Partitur gilt seit Zanclas Übersiedlung nach Sizilien als verschollen – erhalten sind nur acht Takte, die 2012 von der RAI aufgenommen wurden, sowie eine 1978 im Konservatorium von Bologna aufgefundene Ouvertüre.