Über das Werk
Einaktige „Dramatic Cantata“ (Operette) von Arthur Sullivan und William Schwenck Gilbert, uraufgeführt am 25. März 1875 im Royalty Theatre London als Vorprogramm zu Offenbachs „La Périchole“. Es war die zweite Zusammenarbeit des Duos, deren Erfolg den Grundstein für ihre spätere Partnerschaft unter dem Produzenten Richard D'Oyly Carte legte; Gilbert hatte den Stoff Jahre zuvor bereits als Gedicht veröffentlicht.
Handlung
Vor dem Gericht des Court of Exchequer wird wegen Verlöbnisbruchs verhandelt: Der Angeklagte Edwin gesteht offen, die Klägerin Angelina verlassen zu haben, weil sie ihm langweilig geworden sei. Richter und Geschworene sympathisieren trotz eigener Verfehlungen mit der verlassenen Braut, bis der Richter selbst anbietet, Angelina zu heiraten, um den Fall zu lösen.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk ist die einzige Operette Gilberts und Sullivans, die vollständig durchkomponiert ist und keinen gesprochenen Dialog enthält. Seine Satire auf Justiz und männliche Doppelmoral gilt als eine der formal geschlossensten Arbeiten des Duos.
