Treemonisha
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Treemonisha

Scott Joplin
Oper · 1972

Über das Werk

Treemonisha ist eine Oper in drei Akten von Scott Joplin nach eigenem Libretto, die er um 1910 komponierte und 1911 im Klavierauszug im Selbstverlag veröffentlichte. Eine erste, unorchestrierte Vorstellung ohne Bühnenbild gab er 1915 vor kleinem Publikum in einem Harlemer Probensaal; die eigentliche szenische Uraufführung erfolgte erst am 27. Januar 1972 in Atlanta durch das Morehouse College und das Atlanta Symphony Orchestra, in der Orchestrierung von T. J. Anderson unter der Leitung von Robert Shaw.

Handlung

Auf einer ehemaligen Plantage in Arkansas wächst die als Findelkind unter einem Baum entdeckte Treemonisha als einzige des Dorfes mit Bildung auf. Als Wahrsager sie aus Rache entführen, wird sie von ihrem Freund Remus befreit; am Ende überzeugt sie die Dorfgemeinschaft, Aberglauben und Vergeltung aufzugeben und stattdessen auf Bildung und Vernunft zu setzen.

Kulturelle Bedeutung

Treemonisha gilt als eine der ersten Opern eines afroamerikanischen Komponisten und verbindet europäische Operntradition mit Ragtime, Spirituals und afroamerikanischem Tanz. Joplin erlebte weder den vollständigen Druck noch eine Aufführung seines Werks; erst nach der Ragtime-Wiederentdeckung der 1970er-Jahre wurde die Oper regelmäßig gespielt und Joplin 1976 postum mit einem Sonder-Pulitzer-Preis geehrt.

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