Trauer muss Elektra tragen
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Trauer muss Elektra tragen

Eugene O'Neill
Theater · 1931
DramaTragödieKlassiker

Über das Werk

Dramen-Trilogie von Eugene O'Neill nach dem Vorbild von Aischylos' „Orestie“, uraufgeführt am 26. Oktober 1931 im Guild Theatre in New York in einer Inszenierung von Philip Moeller mit Bühnenbild von Robert Edmond Jones. O'Neill verlegt den antiken Mythos in die Neuengland-Familie Mannon kurz nach dem amerikanischen Bürgerkrieg.

Handlung

Christine Mannon vergiftet ihren aus dem Krieg heimgekehrten Mann General Ezra Mannon, um mit ihrem Liebhaber zusammen sein zu können. Ihre Tochter Lavinia und ihr Sohn Orin decken den Mord auf und rächen ihn, geraten dabei aber selbst in einen Strudel aus Schuld, Eifersucht und Wahnsinn. Am Ende bleibt Lavinia allein zurück und nimmt lebenslange Isolation auf sich, um den Fluch der Familie zu tragen.

Kulturelle Bedeutung

O'Neill war einer der ersten bedeutenden Dramatiker des 20. Jahrhunderts, der antiken Tragödienstoff in eine moderne Umgebung übertrug und dabei das antike Schicksal durch von Freud beeinflusste psychologische Motive ersetzte. Die Trilogie zählt zu seinen ambitioniertesten Werken und erscheint im deutschsprachigen Theater bis heute in der Übersetzung von Marianne Wentzel bei S. Fischer Theater.

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