Tito Manlio
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Tito Manlio

Antonio Vivaldi
Oper · 1719

Über das Werk

Dramma per musica in drei Akten von Antonio Vivaldi nach einem Libretto von Matteo Noris, uraufgeführt im Karneval 1719 im Teatro Arciducale in Mantua, wo Vivaldi als Hofkapellmeister und Impresario wirkte. Noris hatte den Text bereits 1696 für eine frühere Vertonung verfasst; Vivaldi griff bewusst auf diese ältere Fassung zurück.

Handlung

Der römische Konsul Tito Manlio muss seinen eigenen Sohn zum Tode verurteilen, weil dieser gegen ein Senatsgesetz verstoßen und sich trotz Verbot zu einem Zweikampf mit dem Latiner Geminio hat hinreißen lassen. Erst als das Heer für den jungen Manlio eintritt, erzwingt es dessen Begnadigung und würdigt seinen Mut.

Kulturelle Bedeutung

Die Oper beruht auf einer Episode aus Livius' „Ab urbe condita" und stellt den Konflikt zwischen väterlicher Pflicht und militärischer Ehre ins Zentrum. Vivaldi setzte eine für Opera seria ungewöhnliche Besetzung mit Sopranino-Blockflöte, Trompeten und Pauken ein und behielt entgegen der Konvention die komische Dienerrolle Lindo bei; das Werk wurde im gleichen Karneval 36-mal gegeben und später auch in Venedig nachgespielt.

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