Über das Werk
„Tiny Alice“ ist ein Schauspiel von Edward Albee, uraufgeführt am 29. Dezember 1964 im Billy Rose Theatre am Broadway, inszeniert von Alan Schneider mit John Gielgud und Irene Worth in den Hauptrollen.
Handlung
Ein Anwalt vermittelt eine Milliardenspende der exzentrischen Miss Alice an die katholische Kirche. Bruder Julian, der naive Sekretär des Kardinals, reist auf ihr Anwesen, um die Details zu klären, verliebt sich in Miss Alice und entdeckt schließlich, dass sie, ihr Butler und der Anwalt ein Miniaturmodell des Hauses als Gottheit „Alice“ verehren; als er die Enthüllung nicht erträgt, wird er erschossen.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück löste bei der Premiere heftige, gespaltene Kritikerreaktionen aus und erhielt 1965 zwei Tony-Nominierungen (bestes Stück, bester Autor); es gilt bis heute als eines von Albees rätselhaftesten Werken über Religion, Symbol und Macht.