Timon von Athen
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Timon von Athen

William Shakespeare
Theater · 1606
TragödieKlassiker

Über das Werk

„Timon von Athen" entstand vermutlich um 1605/1606 als Gemeinschaftsarbeit Shakespeares mit Thomas Middleton, dem nach heutiger Forschung rund ein Drittel des Textes zugeschrieben wird. Für keine Aufführung zu Lebzeiten Shakespeares gibt es Belege; das Stück wurde erst 1623 als später Nachtrag in die erste Folio-Ausgabe aufgenommen. Vermutlich handelt es sich um einen von den Autoren nicht vollständig überarbeiteten Text.

Handlung

Der wohlhabende Athener Timon verschwendet sein Vermögen an Schmeichler und vermeintliche Freunde, bis er hoch verschuldet ist. Als er in der Not um Hilfe bittet, wenden sich alle früheren Gäste von ihm ab. Verbittert zieht sich Timon aus der Stadt in eine Höhle zurück, wo er zufällig einen Goldschatz findet, den er jedoch nur noch nutzt, um sein Hassmenschentum zu bekräftigen und Athen zu verfluchen, bevor er einsam stirbt.

Kulturelle Bedeutung

Das Stück gilt wegen seiner ungewöhnlichen Struktur und seines unfertig wirkenden Zustands als eines der am seltensten aufgeführten und am wenigsten erforschten Werke Shakespeares, wird aber gerade wegen seiner schonungslosen Gesellschaftskritik gelegentlich neu entdeckt.

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