Thésée
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Thésée

Jean-Baptiste Lully
Oper · 1675
Tragödie

Über das Werk

Tragédie en musique in einem Prolog und fünf Akten von Jean-Baptiste Lully nach einem Libretto von Philippe Quinault, uraufgeführt am 11. Januar 1675 vor dem Hof Ludwigs XIV. im Schloss Saint-Germain-en-Laye. Es war die dritte gemeinsame Oper des Komponisten und seines Librettisten und griff für die Handlung auf antike Theseus-Sagen aus Ovids Metamorphosen zurück.

Handlung

König Ägée von Athen will seine Mündel, Prinzessin Aeglé, heiraten, doch die mit ihm verlobte Zauberin Médée liebt heimlich den jungen Krieger Thésée – der wiederum Aeglé liebt, ohne zu wissen, dass er Ägées verschollener Sohn ist. Médée versucht, die Liebenden mit Zauberkünsten zu trennen, und überredet Ägée sogar, den vermeintlichen Rivalen vergiften zu lassen. Im letzten Moment erkennt Ägée in Thésée seinen Sohn, gibt ihm Aeglé zur Frau, und die Göttin Minerve bannt Médées Racheversuch.

Kulturelle Bedeutung

Der Prolog spielt auf Ludwigs persönliche Führung im Elsass-Feldzug gegen den Kurfürsten von Brandenburg an und spiegelte damit die unsichere Kriegslage jener Wochen. Thésée wurde zu einem der größten Erfolge Lullys: Die Oper blieb mehr als ein Jahrhundert im Pariser Repertoire und erlebte europaweit mindestens 30 Wiederaufnahmen.

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