Über das Werk
Theaterstück von Tom Stoppard, uraufgeführt am 16. November 1982 im Strand Theatre in London mit Roger Rees und Felicity Kendal in den Hauptrollen. Die intellektuelle Komödie kehrt die klassische Vorstellung um, wonach Kunst die Wirklichkeit abbilde, und lässt die ästhetische Illusion mehr Wahrheitsgehalt für sich behaupten als das „wahre“ Leben.
Handlung
Der Dramatiker Henry ist mit der Schauspielerin Charlotte verheiratet, die in seinem neuen Stück über einen Ehebruch die Hauptrolle spielt; ihr Bühnenpartner Max ist mit der Schauspielerin Annie verheiratet, die tatsächlich mit Henry eine Affäre hat. Am eigenen Leben gespiegelt, stellt das Stück die Frage, ob sich diese reale Untreue wesentlich von der im Bühnenstück erzählten unterscheidet. Parallel setzt sich Annie für den inhaftierten Soldaten Brodie ein, der ein Kranzdenkmal in Brand gesetzt hat, und drängt Henry, dessen Text für die Bühne zu bearbeiten.
Kulturelle Bedeutung
Die Broadway-Erstaufführung 1984 mit Jeremy Irons und Glenn Close gewann vier Tony Awards, darunter den für das beste Theaterstück; eine Wiederaufnahme erhielt im Jahr 2000 erneut den Tony Award. The Real Thing gilt seither als eines der meistgespielten Stücke Stoppards und wird regelmäßig mit Harold Pinters Betrayal und Noël Cowards Private Lives verglichen.