The Rape of Lucretia
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The Rape of Lucretia

Benjamin Britten
Oper · 1946
Tragödie

Über das Werk

Kammeroper in zwei Akten von Benjamin Britten nach einem Libretto von Ronald Duncan, das auf André Obeys Theaterstück „Le Viol de Lucrèce“ beruht; komponiert zwischen Januar und Mai 1946 eigens für die Altistin Kathleen Ferrier und uraufgeführt am 12. Juli 1946 im Glyndebourne Opera House.

Handlung

Im von den Etruskern beherrschten Rom wetten die Feldherren Tarquinius und Collatinus auf die Treue ihrer Frauen. Tarquinius reitet nach Rom, um Collatinus' Frau Lucretia zu prüfen, erschleicht sich Zutritt zu ihrem Haus und vergewaltigt sie, als sie seiner Verführung widersteht. Aus Scham gesteht Lucretia ihrem Mann die Tat und nimmt sich das Leben; ein Chor deutet das antike Geschehen im Nachhinein als Hinweis auf Erlösung durch Christus.

Kulturelle Bedeutung

Mit nur acht Sängern und 13 Instrumentalisten begründete das Werk Brittens Reihe kammermusikalisch besetzter Opern und markierte einen bewussten Gegenentwurf zur groß besetzten „Peter Grimes“. Wegen einer als zu freizügig erachteten Textstelle verlangte das Lord Chamberlain's Office vor der Uraufführung Kürzungen; die abschließende Passacaglia ist dem Andenken Henry Purcells gewidmet.

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