The Death of Klinghoffer
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The Death of Klinghoffer

John Adams
Oper · 1991

Über das Werk

„The Death of Klinghoffer“ ist eine Oper in einem Prolog und zwei Akten von John Adams nach einem Libretto von Alice Goodman, uraufgeführt am 19. März 1991 am Théâtre de la Monnaie in Brüssel in einer Inszenierung von Peter Sellars, choreografiert von Mark Morris und dirigiert von Kent Nagano. Fünf Opernhäuser, darunter die San Francisco Opera und die Brooklyn Academy of Music, hatten das nach dem Erfolg von „Nixon in China“ entstandene Werk gemeinsam in Auftrag gegeben.

Handlung

Die Oper verarbeitet die Entführung des Kreuzfahrtschiffs „Achille Lauro“ durch die Palästinensische Befreiungsfront 1985. Zwei gegenläufige Chöre – exilierte Palästinenser und Juden – rahmen die Handlung mit ihrer je eigenen Leidensgeschichte, bevor die Entführer den 69-jährigen, im Rollstuhl sitzenden jüdisch-amerikanischen Passagier Leon Klinghoffer erschießen und über Bord werfen.

Kulturelle Bedeutung

Die Oper löste von Anfang an heftige Kontroversen aus: Klinghoffers Töchter warfen ihr eine „historisch naive“ Gleichsetzung palästinensischen Leids mit dem Mord an ihrem Vater vor, Kritiker sahen antisemitische Untertöne. 2014 sagte die Metropolitan Opera eine geplante Kinoübertragung wegen massiver Proteste ab. Die deutschsprachige Erstaufführung fand 1997 am Staatstheater Nürnberg unter der Regie von Barbara Beyer statt.

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