Über das Werk
Sylvesternacht ist ein Einakter in Dialogform von Arthur Schnitzler, der unter dem Arbeitstitel Falsche Feste entstand und im Februar 1901 in der Zeitschrift Jugend erschien. Die Bühnen-Uraufführung ließ jedoch 25 Jahre auf sich warten: Sie fand erst am 31. Dezember 1926 im Theater in der Josefstadt in Wien statt, inszeniert von Paul Kalbeck, mit Musik von Mischa Spoliansky und conferenciert von Egon Friedell.
Handlung
An einem Silvesterabend stehen die verheiratete Agathe und der junge Emil allein am Fenster eines eleganten Salons und blicken auf die verschneite Winterlandschaft hinaus. Im Gespräch erinnert sich Agathe an eine frühere Entscheidung ihres Lebens, und das Stück lotet die Spannung zwischen Illusion und Desillusionierung aus, die der Jahreswechsel freilegt.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung war Teil einer Silvester-Nachtvorstellung mit Musik, Tanz und Rezitation im Theater in der Josefstadt – ein für Schnitzler ungewöhnlicher, kabarettnaher Rahmen. 1977 entstand eine Fernsehverfilmung mit Hanna Schygulla und Christian Berkel.