Susannah
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Susannah

Carlisle Floyd
Oper · 1955

Über das Werk

Susannah ist eine Oper in zwei Akten des US-amerikanischen Komponisten Carlisle Floyd, der auch das Libretto verfasste. Sie entstand, während Floyd an der Florida State University Klavier unterrichtete, und wurde dort am 24. Februar 1955 uraufgeführt, mit Phyllis Curtin in der Titelrolle unter der musikalischen Leitung von Karl Kuersteiner.

Handlung

Die Handlung verlegt die apokryphe Erzählung von Susanna und den Ältesten in ein Bergdorf in Tennessee: Kirchenälteste beobachten die junge Susannah Polk beim nackten Baden, deuten dies als Sittenverstoß und stoßen sie aus der Dorfgemeinschaft aus. Der Wanderprediger Olin Blitch missbraucht sie danach sexuell; als ihr Bruder Sam ihn deshalb tötet, bleibt Susannah, von der Gemeinde verlassen, allein zurück.

Kulturelle Bedeutung

Während der McCarthy-Ära entstanden, liest sich die Oper auch als Parabel über Verleumdung und Konformitätsdruck in einer kleinen Gemeinschaft. 1956 wurde sie mit dem New York Music Critics' Circle Award als beste neue Oper ausgezeichnet und vertrat die USA 1958 auf der Weltausstellung in Brüssel. Mit ihrem Met-Debüt 1999 (mit Renée Fleming) und zahllosen weiteren Inszenierungen zählt „Susannah“ zu den meistgespielten amerikanischen Opern nach „Porgy and Bess“.

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