Über das Werk
Stratonice ist eine Comédie héroïque (Opéra comique) in einem Akt von Étienne-Nicolas Méhul nach einem Libretto von François-Benoît Hoffman, das auf einer bei Lukian überlieferten Episode aus der Geschichte der Seleukiden beruht. Die Uraufführung fand am 3. Mai 1792 am Théâtre Favart (Comédie-Italienne) in Paris statt.
Handlung
König Seleukos hat die junge Stratonice geheiratet, doch sein Sohn Antiochus verzehrt sich in stiller Liebe zu ihr und wird lebensgefährlich krank. Der Arzt Erasistratus erkennt die Ursache am beschleunigten Puls, den der Anblick Stratonices bei Antiochus auslöst, und bringt Seleukos dazu, seinem Sohn die eigene Frau zu überlassen, um ihn zu retten.
Kulturelle Bedeutung
Stratonice zählte mit über 200 Aufführungen zu Lebzeiten Méhuls zu dessen erfolgreichsten Werken. Derselbe antike Stoff beschäftigte kurz darauf auch Maler wie Ingres und David; laut dem Museum von Chantilly kannte Ingres bei seinem Gemälde zur Krankheit des Antiochus Méhuls Oper.
