Sita
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Sita

Gustav Holst
Oper · 2024

Über das Werk

Sita ist eine dreiaktige Oper von Gustav Holst nach eigenem Libretto, das auf dem indischen Epos Ramayana beruht. Holst komponierte das rund siebenjährige Werk zwischen 1899 und 1906 für einen Wettbewerb des Verlags Ricordi und verpasste dort nur knapp den ersten Platz – die Partitur verschwand daraufhin für über hundert Jahre in der British Library. Erst am 12. Oktober 2024 wurde sie am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken anlässlich von Holsts 150. Geburtstag szenisch uraufgeführt.

Handlung

Sita, Tochter der Mutter Erde, wird von dieser als Gefährtin für den Gottavatar Rama geschaffen. Rama und sein Bruder Lakshman kämpfen gegen den Dämonenkönig Ravana, der Sita aus Liebe und Rache entführt. Nach Ramas Sieg zweifelt dieser jedoch an ihrer Treue; enttäuscht verlässt Sita ihn und kehrt zur Mutter Erde zurück.

Kulturelle Bedeutung

Die Partitur musste für die Uraufführung eigens neu transkribiert werden; Musikwissenschaftler ordnen Sita als Holsts ambitioniertestes frühes Werk ein, geprägt von Leitmotivtechnik und harmonischen Anklängen an Wagners „Ring des Nibelungen“. Die Wiederentdeckung wurde von einer wissenschaftlichen Tagung an der Universität des Saarlandes begleitet; die Kritik lobte vor allem die Stringenz der späteren Akte, bei Längen im ersten.

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