Über das Werk
Silvana ist eine romantische Oper in drei Aufzügen von Carl Maria von Weber nach einem Libretto von Franz Carl Hiemer. Sie ist eine gründliche Neufassung seiner bereits als Vierzehnjährigem komponierten, erfolglosen Jugendoper „Das Waldmädchen“ und wurde am 16. September 1810 am Frankfurter Nationaltheater uraufgeführt.
Handlung
Der Ritter Rudolf begegnet im Wald dem stummen Naturkind Silvana und verliebt sich in sie, obwohl er bereits einer anderen Frau versprochen ist. Erst nach zahlreichen Verwicklungen stellt sich heraus, dass Silvana die verschollene Schwester seiner Verlobten ist – die selbst einen anderen liebt – und dass Silvana ihre Stummheit die ganze Zeit nur gespielt hat.
Kulturelle Bedeutung
Mit einer Titelfigur, die bis zum Schluss keine einzige Zeile singt oder spricht, zählt Silvana zu den ungewöhnlichsten Frauenrollen der frühen deutschen romantischen Oper; die Uraufführung war ein Erfolg und verhalf dem jungen Weber, anders als sein verworfenes Erstlingswerk, erstmals zu größerer Beachtung.
