Über das Werk
Silvain ist ein einaktiger Opéra comique von André Grétry nach einem Libretto von Jean-François Marmontel, uraufgeführt am 19. Februar 1770 an der Comédie-Italienne in Paris. Das Werk zählte zu Grétrys ersten großen Erfolgen und erlebte bis 1827 381 Aufführungen an der Opéra-Comique.
Handlung
Der adlige Silvain wurde von seinem Vater Dolmon enterbt, weil er die bürgerliche Hélène heiratete, und lebt seither als armer Bauer. Als ihn die Jäger eines neuen Gutsherrn der Wilderei bezichtigen, bitten Silvains Frau und Töchter um Gnade – und Silvain erkennt in dem Gutsherrn seinen eigenen Vater. Dolmon versöhnt sich mit seinem Sohn und nimmt dessen Familie an.
Kulturelle Bedeutung
Anders als das für die Opéra comique typische pastorale Landleben-Idyll verteidigt Marmontels Libretto ausdrücklich die soziale Gleichheit und die Rechte der Landbevölkerung gegenüber den Grundherren.
