Über das Werk
Aischylos schrieb „Sieben gegen Theben“ als letzten und einzig vollständig erhaltenen Teil seiner thebanischen Trilogie, die dem Sagenkreis um Ödipus folgt; die verlorenen ersten beiden Teile hießen „Laios“ und „Oidipus“. Mit der Trilogie gewann Aischylos 467 v. Chr. den ersten Preis beim Tragödienwettbewerb der Dionysien in Athen.
Handlung
Nach dem Fluch ihres Vaters Ödipus sollen sich die Brüder Eteokles und Polyneikes die Herrschaft über Theben jährlich abwechselnd teilen; als Eteokles die Abgabe der Macht verweigert, zieht Polyneikes mit sechs verbündeten Fürsten gegen die Stadt. Vor jedem der sieben Stadttore tritt ein Angreifer gegen einen thebanischen Verteidiger an; als letztes Paar stehen sich die beiden verfeindeten Brüder selbst gegenüber. Sie töten sich im Zweikampf gegenseitig, doch Theben bleibt vor der Eroberung bewahrt.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück prägte mit der Zuordnung von sieben Kämpfern zu sieben Stadttoren die spätere Überlieferung des Sagenstoffs entscheidend und beeinflusste unter anderem Sophokles' „Antigone“ sowie Werke von Euripides und den römischen Dichter Statius.