Über das Werk
Oper in drei Akten von Umberto Giordano nach einem Libretto von Luigi Illica, uraufgeführt am 19. Dezember 1903 am Teatro alla Scala in Mailand. Die Handlung führt vom Sankt Petersburg des frühen 19. Jahrhunderts bis in ein sibirisches Straflager.
Handlung
Die Kurtisane Stephana liebt heimlich den jungen Leutnant Vassili. Als ihr eifersüchtiger Gönner, Fürst Alexis, das Paar überrascht, tötet Vassili ihn im Duell und wird nach Sibirien verbannt. Stephana folgt ihm freiwillig ins Exil; bei einem gemeinsamen Fluchtversuch aus dem Lager wird sie von den Wachen erschossen und stirbt in Vassilis Armen.
Kulturelle Bedeutung
Trotz namhafter Besetzung fiel die Uraufführung eher verhalten aus; erst spätere Aufführungen in Genua, Paris, New York und anderen Städten verschafften dem Werk achtbare Erfolge. Giordano überarbeitete die Partitur 1927 für eine Neuinszenierung an der Scala; Siberia gilt seither als typisches Beispiel der um Puccini und Mascagni gruppierten Giovane Scuola.
