Servilia
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Servilia

Nikolai Rimski-Korsakow
Oper · 1902

Über das Werk

Oper in fünf Akten von Nikolai Rimski-Korsakow nach der Tragödie „Servilia“ (1854) von Lew Mei, der sich seinerseits auf Tacitus' „Annalen“ stützte. Das Libretto schrieb der Komponist selbst; die Uraufführung fand am 14. Oktober 1902 (1. Oktober a. St.) am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg unter der Leitung von Felix Blumenfeld statt.

Handlung

Im Rom Kaiser Neros wird der Senator Soranus fälschlich des Verrats gegen den Günstling Tigellinus bezichtigt; seine Tochter Servilia liebt Valerius, den Adoptivsohn des zurücktretenden Bewerbers Thrasea, der als verschollen gilt. Zwischen politischer Intrige und persönlichem Glück wendet sich Servilia dem Christentum zu und entsagt der Welt; nach der Verbannung ihres Vaters und Valerius' überraschender Rückkehr stirbt sie an der Wucht des Wiedersehens.

Kulturelle Bedeutung

Die Uraufführung blieb mit nur sieben Vorstellungen mäßig erfolgreich, die zeitgenössische Kritik befand die Musik für „blass“. Die Musikwissenschaftlerin Sigrid Neef bescheinigte dem Werk anhand erhaltener Aufnahmen dagegen Farbigkeit und Kontrastreichtum; wegen der christlichen Bekehrungshandlung blieb die Oper in der Sowjetzeit weitgehend unaufgeführt.

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