Semjon Kotko
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Semjon Kotko

Sergei Prokofjew
Oper · 1940

Über das Werk

Semjon Kotko ist eine Oper in fünf Akten von Sergei Prokofjew nach Waleri Kataews Erzählung „Ich, Sohn des Werktätigen Volkes" (1937), deren Libretto in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller entstand. Prokofjew komponierte das Werk 1939 für eine Inszenierung Wsewolod Meyerholds, der jedoch kurz vor der Fertigstellung verhaftet wurde; die Uraufführung am 23. Juni 1940 am Stanislawski-Musiktheater Moskau übernahm daraufhin die Schauspielerin Serafima Birman als Regisseurin.

Handlung

Im ukrainischen Dorf des Jahres 1918 kehrt der Soldat Semjon Kotko heim und will Sofja heiraten, doch deren wohlhabender Vater Tkatschenko lehnt die Verbindung ab. Als deutsche Besatzer und ukrainische Nationalisten das Dorf terrorisieren, schließt sich Semjon den Partisanen an; nach Tkatschenkos Verhaftung befreit er Sofja von einer erzwungenen Hochzeit mit einem anderen Mann, und die Revolution setzt sich durch.

Kulturelle Bedeutung

Als eine von nur zwei Opern Prokofjews mit explizit sowjetischem Sujet steht Semjon Kotko exemplarisch für seine Annäherung an den sozialistischen Realismus nach der Rückkehr in die UdSSR. Von proletarischen Musikkritikern zunächst scharf wegen angeblich mangelnder Volkstümlichkeit angegriffen, verschwand die Oper bereits 1941 von den sowjetischen Bühnen und wurde erst 1958 in Brünn wiederentdeckt.

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