Über das Werk
„Semele“ ist ein Musikdrama von Georg Friedrich Händel nach einem Libretto von William Congreve in der Überarbeitung von Newburgh Hamilton, das auf dem dritten Buch von Ovids „Metamorphosen“ beruht. Händel bezeichnete es selbst als Werk „nach der Art eines Oratoriums“; die Uraufführung fand am 10. Februar 1744 im Theatre Royal in Covent Garden in London in konzertanter Form statt.
Handlung
Jupiter verführt die thebanische Königstochter Semele, was die eifersüchtige Juno zu einer Intrige veranlasst: Sie bringt Semele dazu, von Jupiter zu verlangen, sich ihr in seiner wahren göttlichen Gestalt zu zeigen. Die Erscheinung verbrennt Semele; ihr ungeborener Sohn Bacchus wird gerettet und später als Gott aufgenommen.
Kulturelle Bedeutung
Beim Publikum 1744 zunächst umstritten, wurde „Semele“ erst im 19. und vollends im 20. Jahrhundert wiederentdeckt — die erste szenische Aufführung fand 1925 in Cambridge statt; heute gehört das Werk mit Arien wie „Where'er you walk“ zum festen Repertoire und wird regelmäßig als Oper inszeniert.