Über das Werk
Scipione ist eine Opera seria von Georg Friedrich Händel nach einem Libretto von Paolo Antonio Rolli auf Basis einer Vorlage Antonio Salvis. Händel komponierte das Werk in nur rund drei Wochen als kurzfristigen Ersatz, nachdem sich die Ankunft der Sängerin Faustina Bordoni verzögert hatte; die Uraufführung fand am 12. März 1726 im King's Theatre am Haymarket in London statt.
Handlung
Nach der Eroberung von Neukarthago verliebt sich der römische Feldherr Scipio in seine Gefangene Berenice, die jedoch dem keltiberischen Prinzen Lucejo versprochen ist. Statt sein Recht als Sieger geltend zu machen, verzichtet Scipio auf sie, nimmt nur das Lösegeld ihres Vaters an und gibt Berenice samt Mitgift an Lucejo weiter.
Kulturelle Bedeutung
Die Handlung folgt der antiken Tugend-Episode um die „continentia Scipionis" bei Livius. Ein Marsch aus der Oper ist bis heute der offizielle langsame Regimentsmarsch der britischen Grenadier Guards und macht Scipione zu einer der bis in die Gegenwart nachwirkenden Händel-Opern.
