Über das Werk
Schwarzwaldmädel ist eine Operette in drei Akten von Leon Jessel nach einem Libretto von August Neidhart, angesiedelt im fiktiven Schwarzwaldort Sankt Christoph. Die Uraufführung fand am 25. August 1917 an der (Alten) Komischen Oper Berlin statt und wurde sofort zu einem großen Erfolg.
Handlung
Die verwaiste Bärbele arbeitet als Haushälterin beim Domkapellmeister Blasius Römer, der sie insgeheim liebt; sie selbst fühlt sich jedoch zu dem Berliner Lebemann Hans hingezogen. Nach Verwechslungen und einem Erbschaftsstreit erhält Bärbele das Vermögen ihres verstorbenen Vaters und entscheidet sich für Hans, während der alte Kapellmeister in seiner Kirchenmusik Trost findet.
Kulturelle Bedeutung
Innerhalb von zehn Jahren erlebte das Werk rund 6000 Aufführungen und gilt bis heute als Musterbeispiel der deutschen Heimatoperette. Obwohl der Komponist Jessel jüdischer Abstammung war, blieb das Stück in den ersten Jahren der NS-Zeit als vermeintlich urdeutsches Werk populär, bis Aufführungen 1937 verboten wurden.