Über das Werk
Oper in einem Prolog und vier Akten von Nikolai Rimski-Korsakow nach Alexander Ostrowskis gleichnamigem Frühlingsmärchen (1873), für das der Komponist das Libretto selbst schrieb. Komponiert im Sommer 1880 auf seinem Landgut, wurde das Werk am 10. Februar 1882 am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg uraufgeführt.
Handlung
Schneeflöckchen, Tochter von Frühling und Väterchen Frost, wächst unter dem sonnengläubigen Volk der Berendejer auf und sehnt sich nach der Liebe, die ihr bislang versagt blieb. Als sie sich in den Hirten Mizgir verliebt und dessen Gefühl endlich erwidert, lässt die aufgehende Sonne sie dahinschmelzen. Ihr Opfer versöhnt den Sonnengott Jarilo, und der harte Winter des Landes endet.
Kulturelle Bedeutung
Rimski-Korsakow bezeichnete „Schneeflöckchen“ selbst als sein liebstes Werk und überarbeitete die Instrumentierung 1898 ein weiteres Mal. Die Oper gilt als eine der farbigsten Klangschilderungen slawischer Naturmythologie im russischen Repertoire.
