Über das Werk
Zweiaktiges Ballett von Richard Strauss (op. 70), komponiert 1921/22 während seiner Zeit als Ko-Direktor der Wiener Staatsoper. Die Uraufführung fand am 9. Mai 1924 an der Wiener Staatsoper in der Choreografie Heinrich Kröllers anlässlich Strauss' 60. Geburtstags statt.
Handlung
In einer Wiener Konditorei werden Süßigkeiten und Getränke lebendig: Marzipanfiguren marschieren, Schokoladen tanzen, und Prinzessin Pralinée gibt ein Fest. Ein Junge, der sich an den Süßspeisen übergessen hat, erlebt dazu fantastische Wahnvorstellungen, die den zweiten Akt bestimmen.
Kulturelle Bedeutung
Wegen der immensen Ausstattungskosten während der Hyperinflation der Nachkriegszeit erhielt das Werk rasch den Spottnamen „Milliardenballett“. Zeitgenössische Kritiker empfanden die Partitur als überladen; Strauss selbst begründete die heitere Stoffwahl damit, die Tragik der Gegenwart nicht ertragen zu können.
