Über das Werk
Scapins Streiche ist eine dreiaktige Prosakomödie von Molière, uraufgeführt am 24. Mai 1671 im Théâtre du Palais-Royal in Paris. Das Stück greift Motive aus Terenz' „Phormio“ auf und ist stark von der italienischen Commedia dell'arte geprägt.
Handlung
In Neapel überredet der gewitzte Diener Scapin die wohlhabenden Väter Argante und Géronte mit erfundenen Geschichten, den Heiratswünschen ihrer Söhne zuzustimmen und Geld für den Freikauf einer Geliebten herzugeben. Seine Intrigen drohen aufzufliegen, doch am Ende lösen überraschende Wiedererkennungen die Verwicklungen zugunsten der jungen Paare auf.
Kulturelle Bedeutung
Bei der Uraufführung von Kritikern wie Boileau wegen seiner derben Komik zunächst zurückhaltend aufgenommen, entwickelte sich das Stück zu einem der meistgespielten Werke der französischen Theatergeschichte und wurde schon bald nach Molières Tod häufig aufgeführt.
