Über das Werk
Šárka ist eine Oper in drei Akten von Leoš Janáček nach einem Libretto von Julius Zeyer, das auf der altböhmischen Sage vom Mägdekrieg beruht. Janáček begann die Komposition 1887, ließ sie unvollendet liegen und überarbeitete sie erst um 1918 neu; die Uraufführung fand am 11. November 1925 am Nationaltheater Brünn statt.
Handlung
Nach dem Tod der Herrscherin Libuše entbrennt ein Krieg zwischen Männern und Frauen. Die Kriegerin Šárka lockt aus Rache für den Tod ihrer Anführerin Vlasta den Krieger Ctirad in eine Falle, verliebt sich jedoch in ihn, bevor sie ihn töten lässt, und stürzt sich am Ende selbst in den Tod.
Kulturelle Bedeutung
Weil der Dichter Zeyer eine Vertonung zunächst untersagt hatte, komponierte Janáček Šárka zunächst ohne Aufführungsrecht; erst nach dem Erfolg seiner späteren Opern gaben Zeyers Erben das Werk frei, sodass es posthum in einer von seinem Schüler Osvald Chlubna instrumentierten Fassung auf die Bühne kam.