Über das Werk
Tragedia lirica in zwei Akten von Gaetano Donizetti nach dem Libretto von Pietro Salatino, uraufgeführt am 4. November 1832 am Teatro San Carlo in Neapel mit Giuseppina Ronzi de Begnis in der Titelpartie.
Handlung
Im mittelalterlichen Kastilien will Königin Sancia den machtgierigen Sarazenen Ircano heiraten, um die Thronfolge zu sichern, obwohl ihr totgeglaubter Sohn Garzia unerwartet zurückkehrt. Ircano zwingt Sancia, ihren eigenen Sohn zu vergiften; um Garzia zu retten, trinkt sie den Gifttrank selbst und stirbt, während Garzia den Thron besteigt.
Kulturelle Bedeutung
Mit „Sancia di Castiglia“ schrieb Donizetti seine sechste Oper mit spanischem Sujet und erstmals eine mit durchweg tragischem Ausgang. Das Werk war bei der Uraufführung erfolgreich, geriet danach jedoch weitgehend in Vergessenheit; erst 1984 in Bergamo und 1992 in Madrid mit Montserrat Caballé in der Titelrolle erlebte es vereinzelte Wiederaufführungen.
