Über das Werk
Saint François d’Assise ist Olivier Messiaens einzige Oper, ein rund vierstündiges Werk in drei Akten und acht Bildern nach einem eigenen Libretto des Komponisten über Stationen im Leben des heiligen Franz von Assisi. Messiaen arbeitete von 1975 bis 1983 daran; die Uraufführung leitete Seiji Ozawa am 28. November 1983 an der Pariser Opéra Garnier.
Handlung
Statt einer durchgehenden Handlung reihen die acht Bilder geistliche Stationen des Franziskus aneinander: den Kuss für einen Aussätzigen, die Begegnung mit einem musizierenden Engel, die Predigt an die Vögel, den Empfang der Wundmale und schließlich seinen Tod. Die Vogelstimmen, die Messiaen zeitlebens sammelte, durchziehen die Partitur als eigenständige musikalische Sprache.
Kulturelle Bedeutung
Mit einem Orchester von rund 120 Musikern, einem ebenso großen Chor und einer Aufführungsdauer von fast vier Stunden gilt „Saint François d’Assise“ als Gipfelwerk von Messiaens Schaffen und als eine der aufwendigsten Opernproduktionen des 20. Jahrhunderts.
