Über das Werk
Operette in zwei Akten von Arthur Sullivan und William Schwenck Gilbert, uraufgeführt am 22. Januar 1887 im Savoy Theatre London durch die D'Oyly Carte Opera Company. Das Werk parodiert das viktorianische Schauerdrama (Melodram) und trug ursprünglich den Titel „Ruddygore“.
Handlung
Sir Ruthven Murgatroyd lebt inkognito als Bauer Robin Oakapple, um einem Familienfluch zu entgehen, der jeden Baronet von Ruddigore zwingt, täglich ein Verbrechen zu begehen – bei Weigerung droht der Tod. Als seine wahre Identität auffliegt und Verwicklungen um zwei Hochzeiten drohen, entkommt Robin dem Fluch durch ein logisches Schlupfloch: Da Selbstmord selbst ein Verbrechen ist, kann ein Baronet, der sich weigert zu sündigen, gar nicht rechtmäßig sterben.
Kulturelle Bedeutung
Mit seiner Mischung aus Melodram-Parodie, Geisterspuk und Gesellschaftssatire gilt Ruddigore als eines der formal gewagtesten Werke des Duos; nach durchwachsener Kritik bei der Uraufführung überarbeiteten Gilbert und Sullivan mehrere Nummern, darunter den Schluss.
