Über das Werk
Rosmira (RV 731) ist ein Pasticcio in drei Akten, das Antonio Vivaldi am 27. Januar 1738 am Teatro Sant'Angelo in Venedig herausbrachte. Dem Libretto von Silvio Stampiglia hatte acht Jahre zuvor bereits Georg Friedrich Händel seine Oper 'Partenope' unterlegt.
Handlung
Die zypriotische Prinzessin Rosmira verkleidet sich als armenischer Prinz Eurimene, um ihren untreuen Verlobten Arsace zurückzugewinnen. Am Hof der neapolitanischen Königin Partenope verstricken sich Rosmira, Arsace und der Prinz Armindo in ein Verwechslungsspiel um Liebe, verletzten Stolz und wiedergewonnene Treue.
Kulturelle Bedeutung
Vivaldi komponierte selbst die Rezitative und übernahm Arien unter anderem von Händel, Hasse, Pergolesi und Vinci – ein für die venezianische Opernpraxis typisches Verfahren. Rosmira ist die letzte nachweisbare Opernarbeit Vivaldis für Venedig; die Musik ist verloren, nur das Libretto ist überliefert.