Über das Werk
Rose et Colas ist eine Opéra comique in einem Akt von Pierre-Alexandre Monsigny nach einem Libretto von Michel-Jean Sedaine. Die Uraufführung fand am 8. März 1764 durch die Comédie-Italienne am Hôtel de Bourgogne in Paris statt. Als „comédie mêlée d'ariettes" verbindet das Werk gesprochene Dialoge mit eingestreuten Liedern (Ariettes) – der für die junge Gattung Opéra comique typischen Form.
Handlung
Die jungen Landleute Rose und Colas lieben sich und wollen heiraten, doch beider Väter – obwohl selbst befreundet – stellen sich der Verbindung heimlich in den Weg, weil keiner die Arbeitskraft seines Kindes auf dem eigenen Hof verlieren will. Die resolute Mère Bobi durchschaut das Spiel und bringt am Ende beide Väter dazu, der Heirat zuzustimmen.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück wurde zu einem der größten Bühnenerfolge seiner Zeit: Bis 1790 erlebte es allein in Paris 193 Aufführungen, wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und unter anderem in Wien, London, Stockholm und Moskau gespielt. Voltaire ließ es 1767 eigens in Ferney aufführen, und noch 1830 lässt Honoré de Balzac in der Erzählung „Une double famille" eine Figur eine Melodie daraus summen.
