Über das Werk
Romolo ed Ersilia ist eine Opera seria in drei Akten von Josef Mysliveček nach Pietro Metastasios Libretto, das zuvor 1765 von Johann Adolf Hasse vertont worden war. Die Uraufführung fand am 13. August 1773 am Teatro San Carlo in Neapel statt – Myslivečeks Vertonung blieb im 18. Jahrhundert die einzige weitere nach Hasses Fassung.
Handlung
Rom-Gründer Romolo ist der Sabinerin Ersilia versprochen, doch Acronte, ein Feind Romolos, begehrt Ersilia ebenfalls und sucht die Verbindung mit allen Mitteln zu hintertreiben. Der daraus entstehende Konflikt zwischen Krieg und Versöhnung zwischen Römern und Sabinern zieht sich durch die drei Akte, bis Romolo und Ersilia am Ende zueinanderfinden.
Kulturelle Bedeutung
Mysliveček griff tief in die Vorlage ein: Er fügte neue Arien hinzu, um einzelne Figuren stärker hervortreten zu lassen, und ordnete bestehende Nummern um. Besonders gefeiert wurden die Eröffnungsarie „Questa è la bella face“, das Duett am Ende des ersten und das Quartett am Ende des zweiten Akts. Der Erfolg am renommiertesten Opernhaus Italiens brachte Mysliveček umgehend den Auftrag für die Oper des folgenden Jahres, Artaserse, ein.