Über das Werk
Tragédie en musique mit allegorischem Prolog und fünf Akten von Jean-Baptiste Lully nach einem Libretto von Philippe Quinault, uraufgeführt am 8. Januar 1685 vor dem Hof Ludwigs XIV. im Schloss Versailles; ab dem 8. März 1685 wurde sie im Théâtre du Palais-Royal in Paris öffentlich gezeigt. Roland bildet mit Amadis und Armide eine Werkgruppe, mit der sich Lully und Quinault von mythologischen Stoffen ab- und ritterlichen Erzählungen zuwandten.
Handlung
Die Handlung folgt einer Episode aus Ludovico Ariostos Versepos „Orlando furioso“: Der Ritter Roland liebt die Prinzessin Angélique, die jedoch heimlich den afrikanischen Soldaten Médor liebt. Als Roland Beweise für diese Liebe entdeckt, verfällt er dem Wahnsinn.
Kulturelle Bedeutung
Musikalisches Zentrum der Oper ist eine rund fünfzehnminütige Chaconne, die zärtliche Liebesszenen mit einem monumentalen Ballett verbindet. Die Oper wurde am Hof achtmal wiederholt, bevor sie nach Paris kam, und gilt als reifes Spätwerk der Zusammenarbeit von Lully und Quinault.
