Roland
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Roland

Niccolò Piccinni
Oper · 1778

Über das Werk

Tragédie lyrique in drei Akten von Niccolò Piccinni nach einem Libretto von Jean-François Marmontel, das auf Philippe Quinaults Textbuch für Jean-Baptiste Lullys gleichnamige Oper von 1685 zurückgeht und Ludovico Ariostos Versepos „Orlando furioso“ folgt. Piccinni, seit 1776 für die Pariser Oper tätig und des Französischen zu Beginn kaum mächtig, komponierte das Werk mit Marmontels Hilfe, der ihm jedes Wort samt korrekter Betonung übersetzte; die Uraufführung fand am 27. Januar 1778 im Palais-Royal der Académie royale de musique statt.

Handlung

Der Ritter Roland liebt die Königin Angélique, die sich jedoch heimlich mit dem einfachen Soldaten Médor davonstiehlt. Als Roland ihre Flucht entdeckt, verfällt er dem Wahnsinn, bis ihn die Fee Logistille heilt und zu seinen Pflichten als Ritter zurückführt.

Kulturelle Bedeutung

Roland war Piccinnis erste Oper für Paris und zugleich sein größter dortiger Bühnenerfolg: Das Werk erreichte über zwanzig Aufführungen im ersten Jahr und hielt sich bis 1793 im Repertoire der Pariser Oper. Zeitgenossen sahen darin einen Gegenentwurf zu Christoph Willibald Glucks Reformopern und den Auftakt der als „Querelle des Gluckistes et des Piccinnistes“ bekannten Pariser Opernfehde.

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